Die Baumstruktur für unser Unternehmen

Worum geht es in diesem Beitrag?

Jedes Unternehmen hat eine Struktur. Dazu gibt es Organigramme von beliebiger Komplexität, verschachtelt, in Matrixorganisationen abgebildet, dazu Linienfunktionen und Stabsstellen…die Organisationslehre hat da viele schöne Ideen. Und je größer ein Unternehmen ist, desto schwieriger wird die Organisation und desto unübersichtlicher die Darstellung. Man hängt sich aber auch gerne ein Organigramm in den Büroflur, schon allein, weil das durch das Qualitätsmanagement vorgeschrieben wird – und es ist so schön Deutsch. Man strukturiert alles, gibt dem Bild einen Namen, eine Bürokratie dahinter, und schon ist alles richtig gemacht. Meint man.

Nur – was ist in Zeiten, in denen auf einmal alles schneller gehen muß? Können da die alten Strukturen noch greifen?

Was bisher geschah

Bei uns war es genauso. Es gab ein typisches Organigramm, mit Abteilungen wie Marketing, IT, Buchhaltung etc. Über allem thronte der Chef ( also ich ) als König des Hauses. Angesichts des immer tiefer implementierten Gedankens der freien Arbeit war klar, daß diese Struktur nicht mehr funktioniert. Wie kann es auch gehen, wenn wir modular arbeiten, sich einzelne Mitarbeiter mal als Projektleiter, mal als Projektmitarbeiter betätigen, oder gar eigene Sonderprojekte machen? Wir brauchten also eine neue Struktur, und gemeinsam entwarfen wir das Bild eines Baumes mit vielen schönen Früchten – und die Früchte noch mal größer, mal kleiner, je nach Funktion im jeweiligen Thema. Jede Frucht steht für einen Mitarbeiter zum jeweiligen Thema.

Warum klappt das?

Auf einen Blick sieht man in der Baumstruktur, wo die Ernährung herkommt: die Wurzeln des Baumes fußen in der Erde, und die „Erde“ sind unsere Kunden – also Sie. Ohne unsere Kunden

kann unser Unternehmen nicht existieren. Keines unserer Projekte hätte einen Sinn, die Früchte gäbe es nicht, der Baum würde eingehen. Andererseits kann der Baum wachsen, wenn es ihm gut geht, kann neue Äste hervorbringen ( neue interne Projekte ), an denen dann wieder neue Früchte sprießen. Auch neue Mitarbeiter sehen so gleich Ihre Funktion im gesamten Unternehmenskontext.

Was ist besser als im gewöhnlichen Organigramm?

Die Übersicht. Eine große Frucht zum jeweiligen Projekt kennzeichnet den Projektleiter, man sieht gleich, wer mehr Projekte stemmt und wer gerade weniger zu tun hat. Abgearbeitete Projekte bekommen eine andere Farbe, und je länger wir das machen, um so schöner ist auch die Erfolgskontrolle: ein Blick genügt um zu wissen, was schon erledigt ist

Was ist so nicht möglich?

Der Projektfortschritt. Man kann so nicht sehen, wie weit ein Projekt bereits gediehen ist, was es noch braucht bis zur Fertigstellung. Hier verwenden wir ganz normale Projektablaufpläne, die direkt neben dem Baumschema an unserer großen Pinwand im Flur hängen ( gegenüber der Bar…Sie erinnern sich? )

Unser Fazit

In Summe finden wir dieses Bild als geeignete Visualisierung für die vielen internen Projekte, die wir gerade gemeinsam stemmen. Und das wichtigste ist auch dabei: der Kunde als Grund für alles, was wir tun. Ob sich dieses Schema auch für Sie eignet? Denken Sie doch einmal darüber nach, welches Bild Sie für sich besser finden – es muß ja kein Baum sein.

Im nächsten Beitrag werde ich mich, wie schon angekündigt, mit dem Thema der passenden Arbeit statt Stellenbeschreibungen widmen. Spannend, weil man so Talente entdeckt, die keiner auf der Agenda hat. Bleiben Sie mir also treu!

Natürlich bin ich unter mann@dtdienst.de jederzeit für Diskussionen zu allen bisherigen Themen zu erreichen.

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