Fortbildung der Mitarbeiter – ein einfacher Weg

Worum geht es in diesem Beitrag?

Die Weiterbildung der Mitarbeiter wird presseseitig immer wieder in den Fokus gerückt. Es existieren zahlreiche Firmen, die hier diverse Trainings und Coachings anbieten. Allein…die Mitarbeiter wollen nicht alle unbedingt „fortgebildet“ werden. Es fehlt die Zeit dazu, das Tagesgeschäft ist immer im Vordergrund, die vereinbarten Ziele müssen eingehalten werden. Das Interesse an typischen Trainings mit den typischen Trainingsbausteinen wie Brainstorming und ähnlichem sinkt zudem immer mehr. Es macht aus meiner Sicht aber auch keinen Sinn, stattdessen großartige Veranstaltungen zu planen, am besten noch mit Keynote-Speakern, und dabei viel Geld zu investieren. Wie wäre es denn mit einem Weg, der die Interessen jedes einzelnen Mitarbeiters berücksichtig und gleichzeitig für alle ein großes Weiterbildungspotential birgt? Hier ist die dtd-Methode:

Umsetzung beim dtd – Planung

Zunächst habe ich meine Idee im Plenum vorgestellt. Es ist an sich ganz einfach: jeder Mitarbeiter interessiert sich privat für völlig unterschiedliche Dinge und liest hierzu Bücher, Fachartikel, recherchiert im Internet. Er wendet Zeit für sich und seine Interessen auf, und dagegen ist nichts einzuwenden. Auch firmenseitig interessieren sich alle für verschiedene Bereiche. Der Vertriebsmitarbeiter liest über Methoden der Kundengewinnung, ein anderer über digitale Darstellungstechniken, ein dritter über Controlling. Und bisher hat jeder sein so selbst erarbeitetes Wissen für sich eingesetzt und nicht geteilt, außer im Ausnahmefall. Das geht natürlich besser – und kostet nicht einen Cent.

Umsetzung beim dtd – Material und Vorgehen

 Wir haben einen typischen Leitz-Ordner im DIN-A4-Format hergenommen. Schnell ein Ordneretikett gedruckt: „Buchzusammenfassungen“. Dann als nächstes eine Word-Datei erstellt und zentral im Laufwerk für alle zugreifbar abgelegt, mit dem gleichen Titel. Und hier macht nun jeder Mitarbeiter das gleiche: wenn er ein Buch / einen langen Artikel / was auch immer liest, faßt er die für ihn und subjektiv aus seiner Sicht wichtigsten Punkte in der gemeinsamen Word-Datei unter einem neuen Kapitel zusammen, aktualisiert das Inhaltsverzeichnis und druckt seinen Beitrag aus. Dieser wandert dann in den Ordner, da es Mitarbeiter gibt, die lieber echtes Papier in der Hand halten wollen. So entsteht über die Zeit ein buntes Nachschlagewerk, zu dem jeder nach Gusto beitragen kann.

Und wo steht der Ordner? Nun, ich habe dann investiert und für unseren Eingangsbereich ein Buchregal gekauft, welches vom Holz her zu unserer Bar paßt ( lesen Sie hier mehr dazu ). In diesem Regal stehen nun diverse Fachbücher und sehr zentral eben auch der Ordner mit allen Zusammenfassungen.

Vorteile für uns

Aufgrund der Heterogenität der Mitarbeiter finden sich in dieser Datei sehr unterschiedliche Beiträge. Diese wecken aber auch die Neugier der anderen, denn manches ist eben auch für alle brauchbar, wie beispielsweise die Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen einer Biographie…oder Regeln für guten Smalltalk…oder die Überwindung des inneren Schweinehundes. All dieses bekommen die Kollegen auf jeweils ein bis zwei Seiten aufbereitet, denn in dieser Menge lassen sich die meisten Bücher zusammenfassen. Im Moment überlegen wir noch, ob wir eine Verpflichtung zum lesen und kommentieren der Beiträge einführen wollen…das gefällt mir aber unter dem Gesichtspunkt der Freiwilligkeit nicht.

Und was können Sie berichten?

Wie halten Sie es mit der Weiterbildung der Mitarbeiter?  Welche Erfahrungen machen Sie damit? Welche Schwierigkeiten haben Sie angetroffen und beseitigt? Ihre Erfahrungen zu diesem Thema und zu den anderen Themen meines Blogs interessieren mich sehr – vielleicht können wir hier im Austausch voneinander profitieren.

Unter  mann@dtdienst.de können Sie mir Ihre Kommentare zukommen lassen und auch gerne per Telefon das Gespräch mit mir suchen. Sie erreichen uns unter 0821 – 508 610, auch für Diskussionen zu allen bisherigen Themen.

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