Resume – Kanban Board beim dtd

Resume Kanban Board – so leicht ist das dann doch alles nicht…

Ich bin ein Freund des Ausprobierens. Daher habe ich, wie im Blog vom 08.12.2017 beschrieben, beim dtd das Kanban-Board eingeführt. Nun möchte ich ein erstes Resume ziehen. Zunächst lief alles ganz prima, aber dann wurde das Board zunehmend unübersichtlich. Die vielfarbigen Tickets erweisen sich als unpraktisch, die Spalten als zu schmal. Egal, denn wenn man sich mit dem Thema „Agiles Arbeiten“ beschäftigt, dann ist so etwas ganz normal. Einfach anfangen, gucken, ob es paßt, ändern, besprechen…so ist auch der Geist von Kanban zu verstehen Also haben wird das Board verändert.

Das Kanban Board im Februar 2018

Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir Schwimmbahnen eingeführt, die wiederum mit einem Projektnamen des jeweiligen externen Kunden versehen waren. Dazu gab es noch zwei Schwimmbahnen mit internen Projekten, und abgerundet wurde die Horizontale mit einer „Fast Lane“ – so wie es in vielen Kanban-Texten vorgeschlagen war. In der Horizontalen haben wir die Spalte „In Arbeit“ in zwei Unterspalten geteilt, benannt als „Vorrecherche“ und „Projektaufgabe“, jeweils mit einem WIP-Limit von 2. Dazu noch eine neue Spalte namens „Freigabe“, davor die Spalte „Review“, danach die Spalte „Fertig“.

Gut gedacht – schlecht gemacht.

Die vielen Schwimmbahnen stopften das Board voll, die Unterspalten hatten keinen rechten Sinn. Die Tickets verweilten viel zu lange am Board und übersichtlich war das ganze dann auch nicht mehr, da vor lauter Linien und Bezeichnungen der eigentliche Gedanke in den Hintergrund getreten ist.

Wir haben dieses Board zwei Monate verwendet – und es dann wiederum umgestaltet.

Das aktuelle Kanban Board im April 2018

Um das neue Board zu gestalten, habe ich mir weiteres theoretisches Wissen angeeignet. Zu empfehlen hier ist das Buch Kanban: verstehen, einführen und anwenden von Mike Burrows, wenngleich es sehr softwarelastig ist. Doch die Beschäftigung mit Werten und Regeln, die in diesem Buch sehr umfangreich geschieht, macht absolut Sinn. Unser neues Board hat nun ganz rechts eine Spalte mit dem Titel „Werte und Regeln“. Ansonsten wurde es entschlackt. Keine Schwimmbahnen mehr, keine Unterspalten, dafür eine neue Spalte „Validierung durch Kunden“, um den Kundenfokus zu betonen. Alle Spalten wurden mit maximalen WIP-Zahlen versehen, um die Menge der Tickets nicht überborden zu lassen. Die Ticketfarbe ist nun einheitlich gelb, dringende / wichtige Tickets sind rot. Die Farbpunkte für die einzelnen Mitarbeiter haben wir beibehalten.

Ganz wichtig ist die neue Regel: kein Ticket soll länger als 5 Tage am Board bleiben. Das zwingt zur Verkleinerung der Batches und führt zu Diskussionen im Stand-Up über die Qualität der Tickets. Und genau das ist es, was das Board lebendig macht. Mal sehen, ob wir jetzt eine finale Fassung gefunden haben…

Und als Ergänzung: mein persönliches Kanban Board

Ich mag Kanban. Ich mag es zu sehen, wie Arbeit von links nach rechts wandert, erledigt wird, neue Arbeit dazukommt. Ich mag das Gefühl, ein Ticket in die „Fertig“-Spalte zu schieben. Und daher habe ich mir in meinem Büro ein persönliches Kanban-Board für meine eigenen Projekte gestaltet. Ganz simpel: Themenspeicher – To Do – WIP – Check – Fertig. Dazu drei Farben für Tickets, da ich drei eigene Projekte habe. Und es funktioniert! Draufgucken – Ticket auswählen – abarbeiten. So einfach kann Priorisierung sein!

Und wie steht es bei Ihnen?

Arbeiten Sie auch mit Kanban? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht…was läuft gut, was weniger? Wie sieht Ihr Board aus, und vor allem: wie kommt es bei den Mitarbeitern an? Lassen Sie mich Ihre Einstellung zu diesem Thema wissen und mir Ihre Kommentare zukommen.

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